Unsere Geschichte

Von einem Bauernhof im Thurgau über New York und Brasilien bis nach Raperswilen.

Die Geschichte von Dähler Früchte ist eine aussergewöhnliche Reise über Kontinente, Branchen und Lebensabschnitte. Sie erzählt von Mut, Neuanfängen, Verantwortung und einer tiefen Leidenschaft für Früchte. Diese Herkunft prägt bis heute unsere Werte und die Art, wie wir arbeiten. 

 

Wie alles begann

Die Wurzeln von Dähler Früchte reichen zurück auf den Eggishof in Fruthwilen. Von dort führte der Weg über New York, den Aufbau eines Papaya-Packhauses in Brasilien, eine Milchfabrik in Bahia und viele bewegende Jahre wieder zurück in den Thurgau. Diese Journey zeigt die wichtigsten Stationen dieser besonderen Unternehmensgeschichte. 

Die Wurzeln
Die Wurzeln

Kindheit im Eggishof

Marius Dähler wächst als jüngstes von zehn Kindern auf dem Eggishof in Fruthwilen auf. Er erlebt eine behütete Kindheit, geprägt von Zusammenhalt, Bescheidenheit und harter Arbeit. Der Vater wird für die Söhne Motivator, Vorbild und Stütze und prägt den Unternehmergeist der Familie. Landwirtschaft ist für alle fünf Brüder Berufung, nicht bloss Beruf. Diese frühen Werte werden später zum Fundament seines Handelns.

prägende jahre
prägende jahre

Die Lehre und Militär im Welschland

Während der Ausbildung in Yverdon und im Militärdienst in Romont lernt er perfektes Französisch. Die Zeit formt seine Fähigkeit, sich schnell anzupassen und sich in neue Umfelder einzufinden. Gleichzeitig wächst der Wunsch, hinaus in die Welt zu ziehen und Neues aufzubauen. Er nimmt sich vor, Englisch zu lernen und beruflich international Fuss zu fassen. Diese Mischung aus Neugier und Entschlossenheit führt direkt zum nächsten Schritt.

aufbruch
aufbruch

Mit 18 Jahren nach New York

Direkt nach der Lehre reist der achtzehnjährige Landwirt nach New York. Mit rudimentären Englischkenntnissen kommt er im Big Apple an, sein Französisch hilft ihm dort kaum weiter. Er startet sofort in einer Markthalle und will “irgendetwas mit Früchten” machen, Handel oder Produktion. Im Kopf hat er bereits den nächsten Plan: Wenn es in New York klappt, will er weiter in die Südstaaten und von dort nach New York liefern. Es ist der erste Schritt in eine internationale Laufbahn.

rückschlag
rückschlag

Nach 3 Monaten zurück

Nach nur drei Monaten zwingt ihn eine schwere Gelbsucht zur Heimreise. Er kehrt zurück auf den Eggishof in Fruthwilen, obwohl er sich gerade erst in New York eingerichtet hatte. Der Traum vom Aufbau in den USA wird abrupt unterbrochen. Gleichzeitig zeigt sich, wie schnell er Verantwortung übernimmt und Entscheidungen akzeptiert, auch wenn sie schmerzen. Die Erfahrung wird zum Wendepunkt, nicht zum Ende.

verantwortung
verantwortung

Hauptfeldweibel und bereit für mehr

Nach der Genesung schliesst er auch das Abverdienen des Feldweibels ab. In dieser Phase festigt sich sein Durchhaltewille und sein Pflichtbewusstsein. Er ist wieder belastbar und bereit, eine neue Aufgabe anzupacken. Die Familie bleibt dabei ein starker Rückhalt. Kurz darauf wird er erneut über den Atlantik geschickt, diesmal mit einem klaren Auftrag.

neuanfang
neuanfang

In ein neues Abenteuer nach Brasilien

Als Einundzwanzigjähriger geht er zur Unterstützung seines Bruders Markus nach Brasilien. Er spricht kein Wort Portugiesisch und kennt das Land kaum, doch es erwartet ihn sofort viel Arbeit. Nach kurzer Zeit zieht sich Markus zurück und überlässt ihm die Geschäfte. Marius besucht Produzenten, wählt Qualitäten aus, entwickelt Kartonverpackungen und organisiert den Versand in die Schweiz. Damit entsteht das Fundament des Papaya Export Packhauses.

entscheidung
entscheidung

Die erste grosse Containerprobe und das Kapellen-Versprechen

Als der erste eigene Sattelschlepper mit Papayas verschifft werden soll, muss die Ware rund 2500 Kilometer von Salvador nach Santos transportiert werden. Der Chauffeur schaltet die Kühlung erst nach sechs Stunden ein und die Papayas sind bei Ankunft bereits gelb. Vor Marius liegen zusätzlich vierzehn Tage Seereise und das Risiko eines Totalverlusts. Am Telefon kommt von den Brüdern nur: Er müsse selbst entscheiden. In seiner Not verspricht er, bei gutem Ausgang auf seinem Anwesen bei Salvador eine Kapelle zu bauen.

wachstum
wachstum

Brasilien wird zur zweiten Heimat

Das Unternehmen wächst, und er lernt Portugiesisch in erstaunlich kurzer Zeit, nach drei Monaten spricht er es perfekt. Er beobachtet, lernt, passt sich an und produziert konsequent das, was die Kunden wollen. Parallel entsteht als zweites Standbein eine Milchfabrik, ausgelöst durch die Anfrage eines Schweizer Konditors aus einem Fünfsternehotel. Aus kleinen Anfängen wird eine regionale Produktion mit Milch von vielen Kleinbauern. Diese Phase zeigt seinen Pragmatismus und seine Kundenorientierung als festen Grundsatz.

umbruch
umbruch

1993, Währungswechsel und die Milchfabrik als Rettungsanker

1993 kommt in Brasilien der Währungsumbruch und der Früchteexport wird praktisch über Nacht deutlich weniger lukrativ. Er bleibt trotzdem handlungsfähig und gibt nicht auf. Das zweite Standbein, die Milchfabrik, trägt nun spürbar mit. Er baut die Produktion weiter aus und bedient Hotel und Regionalmarkt. Gerade in der Krise zeigt sich seine Fähigkeit, Chancen zu erkennen und konsequent umzusetzen.

familie
familie

Frühe Familie und ein einschneidendes Ereignis

In Brasilien verliebt er sich schnell, heiratet und gründet einundzwungenermassen jung eine Familie. Mit achtundzwanzig Jahren ist er bereits vierfacher Vater, die Söhne wachsen in einer unbeschwerten Umgebung nahe Meer und Natur auf. Gleichzeitig ist die Arbeit intensiv und der Haushalt wird, wie dort üblich, von Angestellten unterstützt. Etwa nach sieben Jahren erlebt er einen dramatischen Unfall auf dem Anwesen, der ihn menschlich und unternehmerisch prägt. Er nimmt daraus eine klare Lebenslektion mit: Respekt und gute Behandlung der Mitarbeitenden sind grundlegend.

heimkehr
heimkehr

Mit der Familie zurück in die Schweiz

Nach insgesamt vierzehn erfolgreichen Jahren in Brasilien entscheidet er sich für die Rückkehr in die Schweiz, um den Söhnen eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Im Jahr 2000 vermietet er die Milchfarm und zieht mit der Familie in den Thurgau. Die Buben finden schnell Anschluss und entdecken den Bodensee sowie die Jahreszeiten. Für seine Frau bleibt die Schweiz jedoch fremd, was später zur Rückkehr nach Brasilien und zur Scheidung führt. Für Marius beginnt damit ein neuer Abschnitt, diesmal als Unternehmer in der Heimat.

neustart
neustart

Firmengründung und der Aufbau von Dähler Früchte

Er möchte in der Firma der Brüder mitarbeiten, doch Hermann und Markus haben andere Pläne. Also gründet er in Fruthwilen seine eigene Firma und importiert Früchte aus Brasilien. 2010 geht die Firma der Brüder in Konkurs und Marius übernimmt Kundenstamm und Lokalitäten. Gemeinsam mit einem Neffen baut er daraus ein weiteres erfolgreiches Unternehmen auf. Er arbeitet am liebsten mitten unter den Mitarbeitenden und bleibt nah am Tagesgeschäft.

expansion
expansion

Grosskunden, Hochsaison und der internationale Aufbau

In den Lagerhallen im Eichhof bei Raperswilen stapeln sich Früchte aus vielen Ursprungsländern, von Papayas bis Mangos. Dähler beliefert Grosshändler wie Globus, Migros, Denner und Spar. Ein Teil der Lieferungen geht direkt vom Flughafen Kloten weiter nach Deutschland. In den Wintermonaten ist Hochsaison, ab April wird es ruhiger. Der Betrieb zeigt, wie aus mutigen Schritten und konsequenter Kundenorientierung ein stabiles Geschäft wird.

übergabe
übergabe

Schritt für Schritt an die jüngere Generation

Heute ist die Firma auf Kurs und Marius plant die nächste Etappe bewusst langfristig. Er beginnt, Verantwortung schritt für schritt an die jüngere Generation zu übergeben, damit Kontinuität und Qualität gesichert bleiben. Gleichzeitig bleibt er präsent und führt über Erfahrung, nicht über Distanz. Der Austausch mit Mitarbeitenden und Kunden bleibt zentral, weil Vertrauen täglich neu verdient werden muss. Die Übergabe wird so Teil der Strategie, nicht ein abrupter Schnitt.

ausblick
ausblick

Ziel brasilien am Lebensabend

Trotz der Verwurzelung im Thurgau hat er sein Herz an Brasilien verloren und verbringt dort so viel Zeit wie möglich. Den Mietvertrag der Milchfarm hat er aufgelöst, die Geschäfte wieder selbst übernommen und baut die Produktion erneut aus. Sein Ziel ist klar formuliert: Seinen Lebensabend will Marius dauerhaft in Brasilien am eigenen Anwesen verbringen. Voraussetzung ist, dass das Geschäft in der Schweiz stabil brummt und die Söhne selbstständig sind. Alles deutet darauf hin, dass er auch dieses Vorhaben konsequent erreichen wird.

Unsere Geschichte geht weiter

Unsere Herkunft begleitet uns jeden Tag. Sie prägt unsere Werte, unsere Verantwortung und die Qualität, die wir liefern.

Was Dähler Früchte besonders macht

Unabhängiger Familienbetrieb

Unabhängig und in eigener Verantwortung mit jeder Entscheidung täglich.

Brasilianische Wurzeln

Tiefe Beziehungen zu Produzenten und Schweizer Qualitätsstandards vereint.

Preise und Fairness für jeden

Wir achten auf faire Preise für alle – für Produzenten, Partner und Kunden.

Ganzjährige Lieferung

365 Tage im Jahr beliefern wir Ihre Betriebe mit frischer Ware aus aller Welt.

Global denken – lokal handeln

Wir arbeiten seit Jahrzehnten direkt mit Produzenten auf mehreren Kontinenten zusammen. Diese Beziehungen schaffen Vertrauen und ermöglichen konstante Qualität. Gleichzeitig sind wir fest in der Schweiz verwurzelt – mit einem Standort in Raperswilen, täglicher schweizweiter Auslieferung und persönlicher Betreuung für unsere Kunden.